Kranker Neonazi – Prozessausfall!

Kundgebung vor dem Amtsgericht

Nachdem der Greifswalder Neonazikader Marcus G. bereits in der Vergangenheit gerne das Opfer mimte und mit allerhand Lügen und Erfindungen aufzutrumpfen versuchte, macht er sich nun auch noch als Freund der Doktorspielchen einen Namen. Hintergrund dieser letzten „Adelung“ bietet der gestern ausgefallene Gerichtsprozess gegen G. am Greifswalder Amtsgericht.

Rückblick: Am 29. Juli diesen Jahres hielt die NPD im Rahmen ihrer „Asyltour“ eine Kundgebung auf dem Greifswalder Marktplatz ab. Rund 100 Gegendemonstrant_innen störten die Reden der Rassisten. Rund um den Marktplatz versammelten sich während der Kundgebung jedoch nicht nur Schaulustige und Antifaschist_innen, sondern auch Neonazis, die sich dazu berufen fühlten gegen die Nazigegner_innen vorzugehen. Nach kurzer Sondierung der Lage gingen braunen Schläger plötzlich zum Angriff gegen die antifaschistischen Demonstranten über. Im Zuge der sich entwickelnden faschistischen Hetzjagd trat Marcus G. schließlich einem Neonazigegner derart gegen das Bein, dass dieser stürzte und sich schwere Verletzungen zu zog. Im Internet mit der Tat konfrontiert, erfand G. heldenhafte Geschichten. Das Auftauchen eines Tatvideos entlarvte ihn alsbald aber als schamlosen Lügner. Die Genoss_innen der Defiant Antifa Greifswald widmen sich dieser Sage um den Greifswalder „Siegfried“ noch detaillierter. Schuld an den Jagdszenen, so gaben die Neonazis nach den Geschehnissen an, wären allein obst- und gemüsewerfende Gegendemonstranten gewesen.

An apple a day keeps the doctor away!

Dieses Obst und Gemüse hätte G., anstatt Menschen zu verletzen, lieber einsammeln und verzehren sollen. Dann wäre sein Immunsystem gestern wohl stabiler gewesen und er hätte, anstelle eines Besuches beim Amtsarzt, einen Spaziergang am Ryck unternehmen können. Da G. sich aber gegen das persönliche Wohlergehen und für den Weg der Gewalt entschieden hat, blieb ihm der Bummel an Greifswalds Gewässern verwehrt. Dafür musste er beim Doktor vorstellig werden, um seine Verhandlungsunfähigkeit zu beweisen.

Neben Richter_in und Anwält_in warteten gestern auch Medienvertreter_innen und rund 100 Antifaschist_innen mit einer Kundgebung vor dem Greifswalder Amtsgericht auf G, der sich dann kurzer Hand via Fax krank meldete. Nun stehen jede Menge Mutmaßungen darüber im Raum, warum er nicht zur Verhandlung erschien. Die angenommenen Gründe reichen von Angst vor dem Feind, über Prozessverschleppung, bis hin zu Mobilisierungseinbrüchen im nationalen Lager.

Hallo, du krankes Huhn!

Bei bester Gesundheit waren gestern hingegen die Antifaschist_innen, die sich vor dem Gerichtsgebäude versammelten. Einige von ihnen ließen es sich nach Bekanntwerden des Prozessausfalls nicht nehmen ihre Genesungswünsche noch persönlich bei Marcus vorbeizubringen.

Wenn sich G. nun aber gedacht hat, dass er bei der nächsten Terminierung ungestört die Tür zum Amtsgericht passieren kann , hat er sich geirrt. Wir werden wieder da sein, um auf die Gefahr, die von G. ausgeht, hinzuweisen, unseren verletzten Genossen zu unterstützen und dem Prozess beizuwohnen!

Weitere lesenswerte Berichte finden sich bei Kombinat Fortschritt und dem Fleischervorstadtblog.

Bilder via: Hans Schlechtenberg

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