Solidarität gegen Repression

rote_hilfe_1735895Am morgigen Dienstag, dem Tag der politischen Gefangenen, sollte am Amtsgericht Rostock ein Antifaschist wegen „Widerstands gegen die Staatsgewalt“ abgeurteilt werden. Nach Meinung der Verfolgungsbehörden soll sich der Genosse während einer antifaschistischen Aktion im Sommer 2013 geweigert haben, den Bullen seinen Ausweis vorzuzeigen. Damals demonstrierten hunderte Antifaschist_innen lautstark gegen eine NPD-Kundgebung in der Rostocker Innenstadt.

In der Folge wurde dem Genossen ein Strafbefehl von Amtsrichterin Klatte zugestellt. Er ließ sich jedoch nicht einschüchtern und legte Widerspruch ein. Morgen früh sollte die Hauptverhandlung eröffnet werden, die Schwarz-Rote Hilfe rief im Vorfeld zu Protesten vor dem Amtsgericht auf. Nun hat Richterin Klatte den Termin abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben.

In einem ersten Statement sagt der Genosse dazu: „Offensichtlich hat der zu erwartende Protest gegen diese Kriminalisierung dazu geführt, dass auch der Richterin die politische Dimension des von der Staatsanwaltschaft angestrengten Prozesses bewußt geworden ist“.

Schafft rote Hilfe!

Während man in Rostock versucht zivilgesellschaftliches Engagement gegen Neonazis zu kriminalisieren, werden Genoss_innen anderswo auf der Welt mit härteren Bandagen angegangen.
Der 18. März, Tag der politischen Gefangenen, soll uns Anlass geben einmal mehr an unsere eingekerkerten Genoss_innen zu denken und auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen. Sie sitzen im Knast, weil sie für eine gerechte Sache eintraten, weil sie sich lauter als andere empörten, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort waren oder weil es dem bürgerlichem Staat gerade in den Kram passte. Diese Gefangenen gilt es, unabhängig von theoretischer und praktischer Orientierung zu unterstützen. Dieser Tag gehört unseren Genoss_innen, Freund_innen und Arbeitskolleg_innen.

Wir müssen erleben, wie Menschen verfolgt und eingesperrt werden, weil sie den antifaschistischen Selbstschutz auf der Straße organisieren, Aufklärungsarbeit leisten und nicht müde werden, die Verbrechen der Nazis und anderer FaschistInnen aufzudecken und anzumahnen. Wir müssen ertragen, dass Menschen wegen Widerstands gegen Krieg und Militär in den Knästen verschwinden und Gewerkschafter_innen wegen Organisation am Arbeitsplatz lange Haftstrafen verbüßen müssen. Kleine Ladendiebe und Schwarzfahrer werden hart abgeurteilt, während die eigentlichen Verbrecher_innen in dieser Klassenjustiz in den Parlamenten und Chefetagen verbleiben. Es sind zu viele von unseren Klassengenoss_innen in den Knästen. Es reicht!

Deshalb organisieren linksradikale Gruppen am 22. März einen bundesweiten Aktionstag gegen Repression in Berlin und rufen spektrenübergreifend dazu auf, nach Berlin zu kommen und gemeinsam gegen Repression und Klassenjustiz auf die Straße zu gehen.

Gerade im Hinblick auf den aktuell in Wien eingesperrten Antifaschisten Josef ist es wichtig, sich der gemeinsamen Sache gewahr zu werden und solidarisch füreinander einzutreten. Josef muss raus!

Organisieren wir uns als Klasse, organisieren wir unseren Selbstschutz und die Unterstützung für unsere Gefangenen, jeden Tag!

Tretet in die Rote Hilfe ein!

Advertisements
Getaggt mit , , , , , , , ,
%d Bloggern gefällt das: