Ein Anfang ist ein Anfang

IMG_8404Kaum ist sie in die Haltestelle eingefahren, da ist sie auch schon wieder weg, einer der neuen, teuren Straßenbahnen, die die Rostocker Straßenbahn AG kürzlich angeschafft hat. Die rund 70 Demonstranten, die sich am Mittwoch Nachmittag auf dem Doberaner Platz eingefunden haben, um gegen die anstehenden Fahrpreiserhöhungen zu demonstrieren, haben sie beinahe nicht bemerkt. Die Kosten, die für dieses Prestigeprojekt anfallen aber, werden für die Kundgebungsteilnehmer_innen merkbar sein.

Die RSAG will in 2015 die Preise im Nahverkehr um mindestens 5% anheben. Diese Nachricht ist seit rund einer Woche bekannt. Aus diesem Grund haben wir diese erste kleine Kundgebung organisiert. Die Forderungen, die auf der Veranstaltung bekräftigt wurden sind: Fahrpreiserhöhung stoppen und freie Fahrt für alle! Den zunächst rund 40 interessierten Menschen schlossen sich nach und nach zahlreiche Passant_innen an. In Redebeiträgen gingen die Gruppen Antifa Rostock und antifaschistische Jugend Rostock auf die Bedeutung der steten Preiserhöhungen für finanziell schlecht gestellte Menschen ein. Allen voran Menschen ohne Arbeit, Bafög-Abhängige, Azubis, Flüchtlinge, Menschen mit geringem Einkommen. Durch zahlreiche Flyer konnten Bürger_innen informiert und sensibilisiert werden. Abschließend rief ein Sprecher der Gruppe dazu auf, sich gegen die Fahrpreiserhöhungen zu organisieren.

Die Kundgebung kann als Auftakt für eine Reihe von Aktionen betrachtet werden, die sich gegen die angekündigten Preissteigerung richten sollen. Sie sind zwar nur eines der vielen Symptome im Kapitalismus, aber eines anhand dessen sich für alle Menschen der Klassenantagonismus, unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft offenbaren kann. Denn zynischer Weise treffen die Erhöhungen vor allem diejenigen am härtesten, die eh keine finanziellen Mittel haben um ohne Straßenbahn und Bus von A nach B zu kommen.

Fahrpreiserhöhung stoppen! Freier Fahrt für alle!

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