Erneut rassistische Attacke in Rostock!

thErneut ist es in Rostock zu einem rassistischen Übergriff gekommen. Am vergangenen Freitag beleidigten mehrere Männer einen Menschen in Lütten Klein rassistisch und schlugen dann auf ihn ein. Der Angegriffene konnte sich trotz seiner Verletzungen in Sicherheit bringen, musste aber im Krankenhaus behandelt werden. Die Täter flüchteten unerkannt.

Die Gewalttat ist nicht die erste ihrer Art im Viertel. Immer wieder kommt es dort zu rassistischen Beleidigungen und Übergriffen. Bereits 2013 bezeichneten Unbekannte einen Mann als „Neger“ und schubsten ihn anschließend von seinem Fahrrad. Der Betroffene brach sich das Jochbein und blieb bewusstlos liegen. Auch hier konnten die Täter entkommen.

Rassistische Gewalt in Rostock ist jedoch kein Problem, dass ausschließlich im Plattenbauviertel im Nordwesten der Stadt auftritt. Immer wieder kommt es auch in vermeintlich sicheren Gegenden, wie etwa der Innenstadt, zu rassistischen Angriffen. So etwa im Mai 2014, als ein Angreifer einen aus Tunesien stammenden Mann zunächst rassistisch beleidigte und anschließend zu schlagen versuchte.

Bereits Anfang Januar berichteten wir über einen Angriff im Stadtteil Dierkow, der wie Lütten Klein, als Schwerpunkt rassistischer Gewalt in der Hansestadt gilt.

Auch um Rostock herum kommt es immer wieder zu gewalttätigen rassistischen Angriffen und sogar Mordversuchen. Im Oktober 2014 etwa schleuderten Unbekannte im Schutze der Nacht Brandsätze gegen eine Flüchtlingsunterkunft in Groß Lüsewitz und verfehlten ein bewohntes Schlafzimmer nur knapp.

Erst am Wochenende patrouillierte in Güstrow, nahe Rostock, eine rassistische Bürgerwehr in SA-Manier durch den Ort. Ihr gehören zahlreiche gewalttätige Neonazis an.

Die aufgezählten Taten stellen nur Auszugsweise die Qualität und Quantität rassistischer Gewalttaten in und um Rostock dar. Deutlich wird jedoch, dass auch in der vermeintlich weltoffenen Hansestadt immer wieder Menschen Opfer rassistischer Gewalt werden. Oftmals können die Täter unbekannt entkommen. Dabei wird deutlich, dass es nicht nur organisierte Neonazibanden sind, die Jagd auf Menschen machen, sondern dass auch unorganisierte Rassisten/-innen gewalttätig werden. Eine Chronik rechter Übergriffe findet sich auf den Seiten der Landesopferberatung Lobbi (unvollständig).

Wir als antifaschistische Linke in der Stadt dürfen nicht mehr nur zu sehen, wie Neonazis und Rassisten/-innen abseits unseres Viertels immer wieder Hetzjagden veranstalten. Betroffenheit und das Zählen der Opfer hält die rassistischen Banden nicht auf! Kampf den Rassisten/-innen!

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